Singende Chicken-Wings

Amazing Chicken Foster Farms © Screenshot: www.youtube.com/FosterFarmsBrand
Von am 10.10.2013

Der amerikanische Lebensmittelhersteller Foster Farms startet mit „Amazing Chicken“ eine neue Video-Kampagne. Witzig und unterhaltsam sollen die Spots sein. Doch die Hühnerspots haben einen unschönen Beigeschmack.

Tiere in der Werbung einzusetzen ist in den letzten Jahren beliebt geworden. Hunde, Katzen und sogar Elefanten finden in der Werbung einen prestigeträchtigen Arbeitgeber. Foster Farms setzt in den drei bisher veröffentlichten Werbespots der „Amazing Chicken“ Kampagne auf Federvieh. Sie singen und tanzen vereinzelt über die Bildschirme und gackern Lieder wie „Don’t You Want Me“ (Human League), „Sister Christian“ (Night Ranger) oder „Africa“ (Toto). Die singenden Hühnchen werden vermenschlicht, haben einen gewissen Charme und unerhalten.

Was jedoch am Ende des Spots folgt, wirkt bizarr: Die niedlichen Hähnchen, die zuvor noch gesungen haben, werden von ihren zubereiteten Artgenossen in Form von Chicken Wings, Chicken Nuggets und Chicken Srtips abgelöst. Die unschöne Wahrheit: Jedes noch so glückliche Huhn landet letztendlich auf dem Teller. Es stellt sich die Frage: Was hat sich die zuständige Agentur dabei gedacht? Die Hühnchen als glücklich darzustellen ist ohne Frage eine gute Idee und kommt dem Image des Unternehmens zugute. Dennoch hätte es besser bei der Markenwerbung bleiben sollen. Das Unternehmen wirbt in anderen Spots dafür, dass sie sich um das Wohlergehen der Hühner kümmern und sich gerne die Zeit nehmen, um mit ihren Tieren zu arbeiten. Dies sind die Werte, die das Unternehmen weiterhin kommunizieren sollte. Die Spots der „Amazing Chicken“ Kampagne amüsieren im ersten Augenblick, doch werden bei häufiger Betrachtung eher lästig. Singende Hühner, die anschließend auf dem Teller landen, sind keine dauerhaften Werbebotschafter. Die zuständige Agentur sollte sich lieber weiter auf die Kernwerte des Unternehmens konzentrieren und diese offen kommunizieren.

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