Googlen ist gar nicht so einfach

Screenshot: google.de Screenshot: google.de
Von am 17.08.2013

Jeder googelt – doch kaum jemand kann mit Google richtig umgehen: Das ist das Ergebnis einer Studie der Johannes Gutenberg-Universität. Die Studie bestätigt die Marktdominanz von Google und warnt zugleich vor den Folgen des Machtpotenzials von Google.

Die Folgen eines Monopols sind immer gleich: Mit der Monopolisierung schwindet die Vielfalt. Ebenso verhält es sich im Internet. Deutsche Nutzer verwenden laut Studie zu über 90 Prozent die Google-Suchfunktion. Die Benutzer ließen sich stark von der Suchmaschine leiten. Das bedeutet: Die Nutzer bedienen sich äußerst gerne der automatischen Vervollständigung bei Suchbegriffen. Sie gingen sowohl mit dieser Funktion als auch mit generellen Suchergebnissen unkritisch um. Soll heißen: Deutsche Nutzer glauben Google, die relevantesten Ergebnisse ihrer Suchbegriffe angezeigt zu bekommen. Diese Erkenntnis ziehen die Autoren der Studie aus der Befragung, wie Google funktioniere. Auf die Fragen wie Trefferlisten entstehen und wie diese zu beeinflussen sind, konnte kaum jemand der Befragten beantworten.

Wie auch? Google hütet seinen Suchalgorithmus wie Cola die Rezeptur seiner Brause. Die Studie fordert Transparenz: „Transparenz zielt auf die hinreichende Offenlegung der Funktionsweise von Suchmaschinen, um interne und externe Manipulationen und Verfälschungen der Trefferlisten erkennen zu können.“ Würde denn eine Transparenz der Suchkriterien nicht erst die Tür zu Manipulation öffnen? Die Kunst, Google zur Informationssuche seriös zu nutzen, besteht in der individuellen Auswertung der Suchergebnisse. Nicht in einer Veröffentlichung der Suchkriterien. Sind die Kriterien einmal veröffentlicht, manipuliert nicht mehr Google die Ergebnisse, sondern Unternehmen mit hohen Etats. Die Vielfalt der Inhalte könnte ebenso wenig gewährleistet werden. Stand heute: Immerhin haben wir noch die Hoffnung, dass Google seine Suchergebnisse nach Relevanz beurteilt.

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