Tweets loud and quiet

Copyright Marisa Allegra Williams (@marisa) for Twitter, Inc. Copyright Marisa Allegra Williams (@marisa) for Twitter, Inc.
Von am 11.01.2014

Oft wird behauptet, Twitter demokratisiert die Mediengesellschaft. Mit Hinweis auf die Auswertung des US-Blogs O´Reilly Radar – basierend auf 400.000 zufällig ausgewählten Accounts, relativiert LEAD Digital diese Aussage. Was sind die Argumente?

Der durchschnittliche Twitter-Account hat nur einen Follower. Die große Mehrheit der Twitter-Nutzer sind laut O´Reilly Radar ohnehin eher Konsumenten als Microblogger mit nennenswerter Resonanz: Drei von vier Usern folgen mehr Leuten, als sie selbst Follower haben. Entwickelt sich der Gigant Twitter damit aber zur medialen Zweiklassengesellschaft alten Stils? Mit wenigen relevanten Sendern und vielen einflusslosen Empfängern?

Ich denke, diese Betrachtung und die Schlussfolgerung mögen richtig sein, sind aber irrelevant in Bezug auf Social Media und Twitter im Besonderen. Der Wert des 140 Zeichen Giganten wird durch die Auswertung von O ´Reilly Radar keineswegs gemindert. Denn: Bei allen anderen Social Networks verhält es sich genauso. Wer nicht aktiv ist, hat keine Relevanz als Sender und somit keinen Einfluss. Jeder Marketer, der sich mit Digital Marketing beschäftigt, weiß, dass nur mit relevantem Content eine Follower Basis aufgebaut werden kann. Und erst wenn diese Fleißarbeit mit Kreativität geleistet, also investiert wurde, stellt sich Einfluss ein. Und: Nicht zu unterschätzen ist der Twitter Stellenwert als Nachrichtenträger, besonders in Situationen, wenn freie Meinung ausgeschaltet wird oder technische Barrieren klassische Medien behindern.

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